Die besten Hallenbäder im Rhein-Neckar-Kreis für Kinder

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Draußen ist es kalt und die Kinder wollen trotzdem ins Wasser? Im Rhein-Neckar-Kreis gibt es gleich mehrere Hallenbäder, bei denen deutlich mehr geboten wird als ein normales Schwimmerbecken.

Wir haben uns Miramar Weinheim, Bellamar Schwetzingen, AQWA Walldorf und Aquadrom Hockenheim genauer angesehen. Entscheidend waren dabei nicht nur Rutschen und Wasserspaß, sondern auch Kleinkindbereiche, Preise, Familienausstattung und praktische Punkte für Eltern.

Unser Vergleich zeigt: Das beste Bad hängt ziemlich stark vom Alter der Kinder ab.

Welches Hallenbad ist mit Kindern am besten?

Für unseren Familienvergleich haben wir mehrere Punkte berücksichtigt:

  • Kinderbereiche: Gibt es eigene flache Becken für kleine Kinder?
  • Rutschen: Wie viel wird größeren Kindern geboten?
  • Ausstattung: Gibt es Familienumkleiden, Wickelmöglichkeiten oder Gastronomie?
  • Preise: Was kostet ein Besuch mit der ganzen Familie?
  • Sicherheit: Gibt es getrennte Bereiche, Altersvorgaben und Regeln für Attraktionen?
  • Aufenthaltsdauer: Lohnt sich das Bad für zwei Stunden oder einen ganzen Tag?
  • Altersgruppen: Ist das Angebot eher für Kleinkinder oder für größere Kinder interessant?

Bei der Sicherheit verzichten wir bewusst auf eine Rangliste. Ohne eigene fachliche Prüfung wäre es unseriös, ein Bad pauschal als sicherer als ein anderes zu bezeichnen. Stattdessen schauen wir darauf, welche Sicherheitsregeln und altersgerechten Bereiche vorhanden sind.

Die Hallenbäder im schnellen Vergleich

HallenbadKleinkinderRutschen & ActionFamilienpreisBesonders geeignet für
Miramar Weinheimsehr gutsehr großeher teuerGanzer Familientag
Bellamar Schwetzingensehr gutgutsehr gutFamilien & jüngere Kinder
AQWA Walldorfsehr gutsehr gutgutKleinkinder & Schulkinder
Aquadrom HockenheimgutgutgutFamilien & Schwimmen

Preise und Angebote können sich ändern. Vor dem Besuch solltest du deshalb die aktuellen Angaben des jeweiligen Bades prüfen.

1. Miramar Weinheim: Unser Sieger für den ganzen Familientag

Wer mit Kindern möglichst viel erleben möchte, kommt am Miramar in Weinheim kaum vorbei.

Das Erlebnisbad kombiniert ein großes Wellenbecken mit einer eigenen Kinderwelt und einer umfangreichen Rutschenwelt. Insgesamt gibt es zehn Erlebnisrutschen.

Das ist vor allem für Familien mit unterschiedlich alten Kindern interessant. Während kleinere Kinder in der Dschungelbucht spielen, bekommen ältere Geschwister bei den großen Rutschen deutlich mehr Action.

Dschungelbucht für kleinere Kinder

Für kleinere Kinder gibt es eine eigene Dschungelbucht.

Das Wasser ist dort 34 Grad warm und flach. Dazu kommen Wasserspeier und eine kleine Rutsche.

Das ist ein wichtiger Unterschied zu einem klassischen Hallenbad: Kleine Kinder müssen sich den Bereich nicht mit Bahnenschwimmern teilen und bekommen eine Umgebung, die tatsächlich auf ihr Alter zugeschnitten ist.

Zehn Rutschen für größere Kinder

Bei älteren Kindern spielt das Miramar seine größte Stärke aus.

Die Rutschen sind nach Alter und Schwierigkeitsgrad gestaffelt. Mehrere Rutschen dürfen bereits ab sechs Jahren genutzt werden. Andere Attraktionen sind ab acht, zehn oder zwölf Jahren freigegeben.

Dazu gehören unter anderem:

  • Krokodil: ab 6 Jahren
  • Piratenrutsche: ab 6 Jahren
  • Piranha: ab 6 Jahren
  • Race: ab 8 Jahren
  • Typhoon: ab 10 Jahren
  • Twister: ab 10 Jahren
  • Splash: ab 10 Jahren
  • Hurricane Loop: ab 12 Jahren

Die jeweiligen Altersvorgaben sind dabei verbindlich. Ein jüngeres Kind darf eine Rutsche auch nicht gemeinsam mit einem Erwachsenen benutzen.

Gerade für Familien mit Kindern im Grundschulalter oder Teenagern ist das Miramar deshalb deutlich näher am Erlebnisbad als am normalen Hallenbad.

Wellenbecken und weitere Angebote

Neben den Rutschen gibt es ein 33 Grad warmes Wellenbecken. Im Außenbereich befindet sich außerdem ein Strömungskanal.

Für Familien praktisch sind auch die Dinge, die man zunächst vielleicht gar nicht auf dem Schirm hat: Kinderwagen dürfen mit ins Haus, Wickelmöglichkeiten sind vorhanden und an der Kasse können sogar kostenlos Buggys ausgeliehen werden.

In der Gastronomie gibt es außerdem spezielle Kindermenüs.

Was kostet das Miramar mit Kindern?

Das umfangreiche Angebot hat seinen Preis.

Für das Erlebnisbad gelten aktuell folgende Tarife:

Alter4 StundenTageskarte
Kinder 3–6 Jahre9,90 €9,90 €
Jugendliche 7–15 Jahre20,90 €23,90 €
Erwachsene ab 16 Jahren26,90 €30,90 €

Kinder unter drei Jahren haben freien Eintritt.

Für Familien gibt es eine interessante Regelung: Kommen zwei Erwachsene mit mindestens zwei zahlungspflichtigen Kindern unter 16 Jahren, erhält das jüngste zahlungspflichtige Kind freien Eintritt ins Erlebnisbad.

Das Miramar ist damit zwar die teurere Variante in unserem Vergleich, bietet dafür aber auch mit Abstand die umfangreichste Rutschenwelt.

Unser Urteil: Das Miramar ist unsere erste Wahl, wenn aus dem Schwimmbadbesuch ein kompletter Familienausflug werden soll.

2. Bellamar Schwetzingen: Unser Preis-Leistungs-Tipp

Das Bellamar in Schwetzingen ist kleiner als das Miramar, hat für Familien aber einen entscheidenden Vorteil: Der Eintritt ist deutlich günstiger.

Gleichzeitig muss man mit Kindern nicht auf die wichtigsten Attraktionen verzichten.

Im Freizeitbad gibt es einen eigenen Eltern-Kind-Bereich, eine Rutsche und einen Strömungskanal mit Wellenmaschine.

Eigener Eltern-Kind-Bereich

Der Bereich für kleinere Kinder wurde gezielt für Familien gestaltet.

Dort gibt es unter anderem Wasserstraßen, Spielgeräte und Wasserattraktionen. Das Wasser wird dauerhaft angenehm temperiert.

Für Eltern mit kleinen Kindern ist das Bellamar deshalb eine interessante Alternative zu einem großen Erlebnisbad.

Rutsche und Strömungskanal

Größere Kinder müssen ebenfalls nicht nur im normalen Becken schwimmen.

Zur Ausstattung gehören:

  • 28-Meter-Rutsche
  • Strömungskanal
  • Wellenmaschine
  • Spaßbecken
  • Schwimmerbecken

Damit reicht das Angebot problemlos für einige Stunden Badespaß.

Wer allerdings gezielt wegen möglichst vieler großer Wasserrutschen kommt, bekommt im Miramar deutlich mehr geboten.

Familienkarte macht den Unterschied

Bei den Preisen sammelt das Bellamar viele Punkte.

Die reguläre Familienkarte kostet aktuell 33,30 Euro und gilt für zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder aus demselben Haushalt.

An Sonn- und Feiertagen kommt bei der Familienkarte ein Aufschlag von 3 Euro hinzu.

Zum Vergleich: Im Miramar kosten bereits zwei erwachsene Tageskarten zusammen 61,80 Euro.

Das macht das Bellamar besonders interessant, wenn du mit mehreren Kindern regelmäßig schwimmen gehen möchtest und nicht jedes Mal einen kompletten Erlebnisbad-Tag daraus machen willst.

Unser Urteil: Für uns bietet das Bellamar das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für Familien.

3. AQWA Walldorf: Besonders ausgewogen für verschiedene Altersgruppen

Das AQWA in Walldorf liegt irgendwo zwischen klassischem Hallenbad und Freizeitbad.

Genau das macht es für Familien interessant.

Für kleinere Kinder gibt es einen eigenen Bereich, während größere Kinder rutschen, springen und im Spielbecken unterwegs sein können.

Babybecken mit Mini-Rutsche

Kleine Kinder bekommen ein eigenes Planschbecken mit Wasserspielen und Mini-Rutsche.

Praktisch ist, dass das AQWA auch an die Ausstattung drumherum gedacht hat. Für Familien stehen eine spezielle Eltern-Kind-Dusche, ein Waschbecken und ein Wickelraum zur Verfügung.

Das sind Kleinigkeiten, die einen Schwimmbadbesuch mit einem Zwei- oder Dreijährigen deutlich entspannter machen können.

80 Meter durch die Black Hole

Für größere Kinder wird es bei der Black Hole interessanter.

Die Röhrenrutsche ist 80 Meter lang und mit verschiedenen Lichteffekten ausgestattet.

Dazu gibt es ein großes Spielbecken mit Kletternetz und Platz zum Toben.

Wer springen möchte, findet außerdem einen 3-Meter-Sprungturm und ein 1-Meter-Brett.

Das AQWA schafft damit einen guten Mittelweg: Kleine Kinder haben ihren eigenen Bereich, während ältere Geschwister nicht nach einer halben Stunde gelangweilt sind.

Schwimmen gehört hier stärker dazu

Im Gegensatz zum Miramar steht im AQWA das eigentliche Schwimmen etwas stärker im Vordergrund.

Das Sportbecken ist 25 Meter lang und verfügt über fünf Bahnen.

Für Familien, bei denen ein Kind bereits richtig schwimmen möchte und das andere noch im Planschbecken unterwegs ist, kann das AQWA deshalb besonders gut passen.

Kinder unter sieben Jahren erhalten in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt.

Unser Urteil: Das AQWA ist der beste Allrounder für Familien mit Kindern unterschiedlichen Alters.

4. Aquadrom Hockenheim: Familienbad mit Sole und Rutsche

Auch das Aquadrom in Hockenheim gehört in unseren Vergleich.

Im Hallenbereich gibt es ein Sportbecken, ein Kursbecken, einen Kinderbereich und eine Rutsche.

Dazu kommen die Solebecken, die das Aquadrom etwas von den anderen Bädern unterscheiden.

Kinderplanschbecken und Familienumkleiden

Für kleinere Kinder steht ein eigenes Kinderplanschbecken zur Verfügung.

Interessant für Eltern: Das Aquadrom hat eigene Familienumkleiden mit mehr Platz. Gerade mit kleinen Kindern und mehreren Taschen ist das deutlich angenehmer als eine normale Einzelkabine.

Das Kleinkinderbecken und die dortigen Attraktionen sind Kindern bis zur Vollendung des siebten Lebensjahres vorbehalten.

Rutsche und Sprungbrett

Größere Kinder können die Rutsche nutzen. Im Kursbecken gibt es außerdem ein 1-Meter-Sprungbrett.

Das Angebot ist damit überschaubarer als im Miramar oder AQWA, reicht für einen normalen Familiennachmittag aber problemlos aus.

Was kostet das Aquadrom?

Der reguläre Eintritt ins Bad kostet aktuell:

  • Erwachsene: 12 Euro
  • Ermäßigte: 9 Euro
  • 2-Stunden-Tarif Erwachsene: 6 Euro
  • 2-Stunden-Tarif ermäßigt: 5 Euro

Als ermäßigt gelten unter anderem Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren.

Kostenlose Parkplätze stehen direkt am Aquadrom zur Verfügung.

Unser Urteil: Das Aquadrom ist eine gute Wahl, wenn du Schwimmen, Kinderbereich und etwas Action miteinander verbinden möchtest, ohne einen kompletten Erlebnisbad-Tag zu planen.

Was kostet ein Hallenbadbesuch als Familie?

Beim Eintritt gibt es erhebliche Unterschiede.

Gerade deshalb sollte man nicht nur vergleichen, welches Bad die meisten Rutschen hat.

Für eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern kann der Unterschied schnell mehrere Dutzend Euro ausmachen.

Das Bellamar punktet mit seiner Familienkarte für 33,30 Euro. Beim Aquadrom zahlen zwei Erwachsene und zwei ermäßigte Kinder regulär 42 Euro.

Beim Miramar hängt der Preis vom Alter der Kinder und von der Aufenthaltsdauer ab. Durch die Familienregelung bekommt bei zwei Erwachsenen und mindestens zwei zahlungspflichtigen Kindern unter 16 Jahren das jüngste zahlungspflichtige Kind freien Eintritt.

Dafür ist das Miramar von allen verglichenen Bädern am ehesten ein Ziel, bei dem sich ein ganzer Tag lohnt.

Welches Hallenbad passt zu welchem Alter?

Mit Baby oder Kleinkind

Mit sehr kleinen Kindern würden wir besonders AQWA, Bellamar und Miramar anschauen.

Das Miramar hat seine 34 Grad warme Dschungelbucht mit flachem Wasser. Das AQWA bietet ein separates Babybecken mit Wasserspielen und Mini-Rutsche. Im Bellamar gibt es einen eigenen Eltern-Kind-Bereich.

Hier spielen große Rutschen noch keine Rolle. Viel wichtiger sind warmes, flaches Wasser, Wickelmöglichkeiten und kurze Wege.

Mit Kindern im Grundschulalter

Ab ungefähr sechs Jahren wird das Miramar zunehmend interessant.

Mehrere der großen Rutschen dürfen bereits ab sechs Jahren genutzt werden. Gleichzeitig gibt es mit Wellenbecken und Kinderwelt genügend Alternativen.

Auch das AQWA ist in diesem Alter interessant, insbesondere durch Black Hole, Spielbecken und Sprunganlage.

Mit älteren Kindern und Teenagern

Hier gewinnt für uns ziemlich klar das Miramar.

Mit zehn Erlebnisrutschen und unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen gibt es wesentlich mehr Action als in den anderen verglichenen Bädern.

Wer dagegen hauptsächlich schwimmen, springen und zwischendurch rutschen möchte, kann mit dem AQWA günstiger und kompakter unterwegs sein.

Wie wichtig ist die Sicherheit mit Kindern?

Kein Hallenbad nimmt Eltern die Aufsicht über ihre Kinder ab.

Gerade bei Nichtschwimmern sollte deshalb nicht die Anzahl der Bademeister darüber entscheiden, wie aufmerksam Eltern selbst sind.

Interessant sind bei der Auswahl eines Bades stattdessen konkrete Punkte:

  • Getrennte Kleinkindbereiche
  • Flache Kinderbecken
  • Altersbeschränkungen bei Rutschen
  • Klare Trennung von Schwimmer- und Nichtschwimmerbereichen
  • Regeln für Sprunganlagen und Rutschen

Beim Miramar gelten beispielsweise je nach Rutsche unterschiedliche Mindestalter. Kinder dürfen diese Vorgaben auch in Begleitung ihrer Eltern nicht umgehen.

Das ist gerade dann wichtig, wenn Geschwister unterschiedlich alt sind. Vor dem Besuch lohnt sich deshalb ein Blick darauf, welche Attraktionen die eigenen Kinder tatsächlich nutzen dürfen.

Unser Familiencheck: Welches Hallenbad gewinnt?

Einen einzigen Sieger für jede Familie gibt es nicht.

Wenn wir ausschließlich danach gehen, wo Kinder am meisten erleben können, ist unser Ergebnis allerdings eindeutig:

Gesamtsieger: Miramar Weinheim

Warum?

Die Kombination aus warmer Kinderwelt, Wellenbecken und zehn unterschiedlichen Rutschen deckt eine ungewöhnlich große Altersspanne ab.

Ein Dreijähriger braucht etwas völlig anderes als ein Zwölfjähriger. Im Miramar können beide trotzdem einen interessanten Badetag verbringen.

Der Nachteil ist der Preis. Ein Besuch mit mehreren Personen kostet deutlich mehr als beispielsweise im Bellamar.

Preis-Leistungs-Sieger: Bellamar Schwetzingen

Wer nicht zehn verschiedene Rutschen braucht, bekommt im Bellamar für deutlich weniger Geld einen Eltern-Kind-Bereich, Rutsche, Strömungskanal und Wellenmaschine.

Die Familienkarte ist dabei ein starkes Argument.

Bester Allrounder: AQWA Walldorf

Das AQWA schafft einen guten Mittelweg zwischen Sport und Freizeit.

Babybecken, Mini-Rutsche, Black Hole, Spielbecken, Sprunganlage und Sportbecken sorgen dafür, dass Familien mit unterschiedlich alten Kindern mehrere Möglichkeiten haben.

Gute Alternative: Aquadrom Hockenheim

Das Aquadrom ist interessant, wenn du keinen riesigen Erlebnispark brauchst.

Kinderbereich, Rutsche, Schwimmbecken, Familienumkleiden und Solebecken ergeben eine gute Mischung für einen klassischen Schwimmbadtag.

Unser Tipp für den nächsten Schwimmbadtag

Vor der Entscheidung solltest du dir vor allem eine Frage stellen: Wie alt sind die Kinder?

Mit einem Zweijährigen sind ein warmes Planschbecken, Wickelmöglichkeiten und kurze Wege wichtiger als zehn Wasserrutschen. Mit einem Zehnjährigen sieht die Sache plötzlich ganz anders aus.

Für einen großen Familienausflug mit möglichst viel Action würden wir das Miramar wählen. Wer dagegen regelmäßig mit der Familie schwimmen gehen möchte und auf den Preis schaut, sollte sich das Bellamar und AQWA genauer ansehen.

So lässt sich das passende Hallenbad nicht allein an der Größe erkennen, sondern daran, was deine Kinder dort tatsächlich nutzen können.